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Kurzer Überblick von Zeno Prickarz

Betrachtungen zur Geschichte der Nothberger Burg und Ihrer Besitzer von den Anfängen bis in die Gegenwart

 

Die Ursprünge einer Burg in Nothberg liegen im Dunkeln der Geschichte des Früh- und Hochmittelalters.E rst im zweiten Dezenium des 14. Jahrhunderts wird eine Burg in Nothberg erstmalig urkundlich erwähnt.

Am 17. Mai 1317 schenkt Herr Reinald von Monschau das Patronat und die Einkünfte der Kirche in Berghe dem Praemonstratenserinnenkloster zu Wenau. In dieser Urkunde wird auch der Altar der Burg im Grenzbereich der Pfarre aufgezeichnet. Wenn in der genannten Urkunde im Zusammenhang mit dem erwähnten Altar der Ausdruck „Burg" benutzt wird, so kann es sich dabei nur um ein festes Haus handeln. Kämmerer nimmt an, daß der Nothberger Hof mit dem Ausdruck " Burg" gemeint ist. Nachdem aber auf dem Plateau der Nothberger Burg bei Ausgrabungen an der NO Ecke Keramikscherben aus dem 9. Jahrhundert gefunden wurden, welche die Annahme zulassen, daß der Platz schon früher besiedelt gewesen sein kann,ist der Gedanke an eine Vorgängerburg an dieser Stelle nicht mehr (so) ganz abwegig. Betrachtet man etwas genauer die Topografie des Geländes so fällt auf, daß der Ort für den Bau einer Burg als besonders günstig erscheint.Auf einer Anhöhe über dem Indetal liegend läßt sich dieses auf weite Strecken einsehen und von hier aus beherrschen.Es fällt schwer daran zu glauben, daß während des gesamten Früh- und Hochmittelalters sich kein Adeliger für diesen exponierten Bauplatz zwecks Errichtung einer Burg interessiert hat.

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Auszug ASCVILARE

VERÖFFENTLICHUNGEN DES BISCHÖFLICHEN DIÖZESAN ARCHIVS AACHEN BAND 27

ASCVILARE

ESCHWEILER

IN SEINER GESCHICHTE
II. Teil 800 bis 1800
Zweite verbesserte Auflage

WALTER KAEMMERER
1977
B.Kühlen Verlag Mönchengladbach
Erstauflage 1968

Seite 158 ff.:

NOTHBERG

Zur Vorfrage nach ihrer Gründung konnten oben im Rahmen der größeren Landesgeschichte einige immerhin richtungsweisende Gedanken schon vorweggenommen werden. Hier bleibt übrig, die gleichen Urkunden von dort auch auf Aussagen über den Rechtszustand und die Baugeschichte des Nothberger Schlosses zu befragen71. Wir müssen uns nach wie vor damit

begnügen festzustellen, daß die Burg erstmals in jener Urkunde72 vom 27. Mai 1317 genannt wird, durch die Herr Reinald von Monschau und Valkenburg dem Prämonstratenserinnen-kloster Wenau das Patronat und die Einkünfte der Pfarrkirche "in Berge" schenkt und dabei den Altar der Burg im Grenzbereich der Pfarre (... cum altari dastri in Berge nocbis pertinente et infra limites dicte parochiae consistente... ) erwähnt. Es kann sich damals nur um ein festes Haus gehandelt haben, wie wir annehmen dürfen, um den Nothberger Hof (später nach ihren Pächtern auch Meuthens- oder Dahmenshof benannt). Denn die Urkunden73 1334 und 1354 unterscheiden sehr genau zwischen der Burg zu Monschau, der Burg zu Bütgenbach und dem "huys te Berge". Wir sahen ferner, wie nach männlichem Aussterben der Herren von Monschau und Valkenburg, denen unser Haus Nothberg damals zugehörte hatte, deren Besitzungen zunächst 1353 von Reinhard von Schönforst käuflich erworben74, von ihm aber schon 1356 tauschweise dem Herzog von Jülich überlassen worden waren. Bevor dieser Herrschaftstausch aber am 25. Juni 1361 im wesentlichen wieder rückgängig gemacht75 wurde, hatte der Herzog bereits am 18. April desselben Jahres das "Haus Berghe up der Inden" — jetzt zur Unterscheidung vom benachbarten (Laurenz-)Bergh, so genau bezeichnet — seinem Lehnsmann Emund von Engelsdorf überlassen76.

 

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